Metadatenstandards

Was sind Metadaten?

Metadaten strukturieren Informationen zu Daten, machen diese auffindbar und sichern den Entstehungskontext. Gerade in historisch arbeitenden Disziplinen, die mit heterogenen, fragmentarischen und oft schwer zugänglichen Quellen arbeiten, entscheidet die Qualität von Metadaten maßgeblich darüber, wie gewinnbringend Daten genutzt, geteilt und verstanden werden können. 

Metadaten helfen dabei, Forschungsdaten einzuordnen, zu bewerten, softwaregestützt zu verarbeiten und langfristig verfügbar zu halten. Sie werden üblicherweise den eigentlichen Forschungsdaten beigefügt und sind strukturierte und verarbeitete Informationen, die für Mensch und Maschine gleichermaßen verständlich sein müssen. Sie werden in allen Phasen des Datenlebenszyklus erfasst und sind entscheidend dafür, dass Forschungsdaten auch künftig noch verstanden und korrekt interpretiert werden können.

Metadatenstandards

Damit Metadaten die oben genannten Aufgaben erfüllen können, müssen sie möglichst gut erfasst und in maschinell verarbeitbaren Formaten vorliegen  sowie zwischen verschiedenen Anwendungen ausgetauscht werden können (Interoperabilität). Um diese Interoperabilität sicherzustellen, wurden Metadatenstandards entwickelt. Sie sind Spezifikationen, die anwendungsübergreifend definieren, wie Metadaten strukturiert und annotiert werden. Metadatenstandards fungieren als eine Art ‚gemeinsame Sprache‘ für den Austausch dieser Daten. Es gibt allerdings nicht einen Standard; vielmehr wurden Standards in und für jeweilige Fachbereiche entwickelt. Eine Übersicht bildet die in den historisch arbeitenden Fächern verwendeten Metadatenstandards ab. Die Tabelle enthält auch die in den Verbänden der Archive, Bibliotheken und Museen entwickelten Standards für die jeweilige Fachcommunity.